Deutschland sucht den Super-Migranten
Hab mich am Samstag mal wieder meiner Schaulustigkeit hingegeben und DSDS laufen lassen. So als Mädchen darf man sowas ja mal gucken und von der Couch aus Jury spielen. Ok, die "echte" Jury, die kann man in der Pfeife rauchen.
Weil erstens:Bohlen mit seinen herablassenden Sprüchen geht mir ziemlich auf den Senkel, Läsker und Lukaseder haben sich wenigstens noch ein bisschen Selbstständigkeit bewahrt und lassen sich nicht alle Gags schreiben.
Zweitens: Die andere Jury, nämlich die Menschen, die dort anrufen und "entscheiden", wer Eintagsfliegen-Superstar 2008 wird, auf die kann man auch nicht zählen, denn die wählen mal wieder nur Durchschnitt. Ich erinner mich an eine vergangene Staffel "Deutschland sucht das Popstar Supertalent", als eine Afro-Amerikanerin gehen musste, weil sie zu gut war. Das lass ich dann mal so stehen.
Und drittens: Der Gewinner/die Gewinnerin/oder für Benjamin Herd: Der wo g'winne tud, muss sowieso langweilige Bohlen-Schnulzen singen. Eine erste Kostprobe gab es schon am Samstag, als alle zehn Kandidaten gemeinsam singen durften. Ich wartete die ganze Zeit darauf, dass jetzt endlich die Textzeile kam, die zu diesem Lied passte:
"We are the wooooooooorld, we are the childreeeeeeeen..." Waren ja auch alle dabei: Stevie Wonder, Cindy Lauper, Bob Dylan (der "FUCKING ROCKSTAR" hahahaha), LaToya Jackson, Diana Ross.
Abgesehen von Benjamin Herd, dem nervigen weil dauergrinsenden Bauerntölpel aus Worms, haben alle Kandidaten einen Migrantenhintergrund denn, wie spon schon richtig sagt, die verbliebenen Deutschen wurden weggedemütigt. Und jetzt ist die Manege frei für 8 niedliche Vorzeige-Migranten. Denn die nehmen uns ja zum Glück keine Arbeitsplätze weg, weil die ja bloß von Musik leben und das können wir Deutschen sowieso nicht soooo gut. Obwohl nun gefordert wurde, dass die Italienerinnen, Polen und Griechinnen doch bitte ein bisschen mehr auf deutsch singen sollten. Am besten wird das Motto der nächsten Show: Musikantenstadl. Da können alle mal zeigen, dass sie wirklich gut eingegliedert sind.
Ich muss jetzt Herrn Rollinger mal Recht geben, dass der Begriff "positiver Rassismus" doch eine Daseinsberechtigung besitzt.
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